Save the Date: SUPPORT-Fachtag
„Antisemitismus in Psychotherapie und Beratung – historische Auslassungen und ihre Gegenwartsfolgen“
Wann und wo? 22. Oktober 2025 in Berlin, Informationen zu Ort und Anmeldung folgen in Kürze.
Der Zusammenhang zwischen Antisemitismus und psychischer Gesundheit ist bislang kaum erforscht. Auch die Rolle antisemitismuskritischer Therapie und Beratung bleibt in fachlichen Debatten weitgehend unbeachtet.
Bereits nach der Shoah erhielten Jüdinnen:Juden kaum Unterstützung, die sensibel auf ihre spezifischen Erfahrungen, Verletzungen und Bedarfe einging. Diese Leerstelle wirkt bis heute nach – sowohl in der therapeutischen und beraterischen Praxis als auch in der Ausbildung von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, wo dem Thema weiterhin wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Bis heute mangelt es an fachlichen Zugängen zu jüdischen Perspektiven und Erfahrungen sowie an Konzepten, die Antisemitismus als transgenerationale Erfahrungskategorie ernst nehmen. Ebenso fehlen geschützte Räume für Psycholog:innen und Therapeut:innen mit jüdischer Biografie – Menschen, die sich in einer doppelten Rolle befinden: Einerseits sind sie Teil des psychosozialen Versorgungssystems, andererseits selbst Teil einer betroffenen Community.
Im Fokus des zweiten Fachtages des Projekts „SUPPORT“ stehen diese bislang vernachlässigten Themen unter Einbezug der tiefgreifenden Erschütterungen durch den 7. Oktober. Ziel des Projekts ist die Qualitätssicherung in der Betroffenenberatung, der Ausbau psychologischer Beratungsangebote, die Vernetzung jüdischer Psycholog:innen und Berater:innen sowie die Stärkung einer antisemitismuskritischen Perspektive in der therapeutischen Praxis.
Das Projekt „SUPPORT“ wird ermöglicht durch die Förderung des Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

