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Vortrag „Umgang mit Antisemitismus in institutionellen Kontexten der Bildung, Sozialer Arbeit und Beratung“
Am 24. August trägt OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky zum „Umgang mit Antisemitismus in institutionellen Kontexten der Bildung, Sozialer Arbeit und Beratung“ vor. Der Vortrag findet von 14-16 Uhr online im Rahmen der Einführung in den Schwerpunkt Soziale Arbeit an der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) Niedersachsen statt.
Chernivsky führt in den Stand der Debatte zu Antisemitismus in Bildung und Gesellschaft. Die Reflexion über gegenwärtigen Antisemitismus außerhalb des historischen Lernens hat eine vergleichsweise junge Geschichte. Erst mit der Entwicklung der Antisemitismusprävention am Anfang 2000er, folgenden Diskussionen und der Thematisierung des Antisemitismus aus jüdischen Perspektiven entwickelten sich insbesondere im letzten Jahrzehnt antisemitismuskritische und intersektionale Analysen. Diese rücken die Selbstreflexion und die Auswirkungen antisemitischer Strukturen stärker in das Bewusstsein der Fachöffentlichkeit. Die gesellschaftspolitischen Entwicklungen, die aufgeladenen und politisierten Diskussionen um Antisemitismus in der postnationalsozialistischen oder postkolonialen Gesellschaft nach dem 7. Oktober 2023 verdeutlichen zudem den Bedarf an und Herausforderungen von antisemitismuskritischen und intersektionalen Bündnissen sowie solidarischen Netzwerken. Chernivsky gibt Einblicke in Heraus- und Anforderungen antisemitismuskritischer Professionalisierung, vor allem auch in praktischer Ausführung, der Profession Bildung und Beratung, im Besonderen in der Sozialen Arbeit.
Die Zielgruppe sind Sozialarbeitende, Hauptberufliche Mitarbeitende und Projektmitarbeitende der AEWB, Lehrende und Kursleitende.
Eine Anmeldung ist über hier möglich.
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Safer Space für jüdische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
Neue Termine für Safer Spaces für jüdische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
Mi, 26.08.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Mi, 30.09.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Do, 26.11.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Die Anmeldung erfolgt direkt über OFEK e.V. unter support@ofek-beratung.de
Der Link wird nach der Anmeldung versendet
Der 7. Oktober 2023 und seine Folgen stellen für die jüdische Community in Deutschland weiterhin eine erhebliche Belastung dar. Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen mit jüdischen Biografien befinden sich dabei in einer Doppelrolle: Einerseits sind sie Teil der Versorgungslandschaft für Menschen mit psychischen Belastungen, andererseits selbst Mitglieder der betroffenen Community.
Mit den Safer Spaces wollen wir einen Raum für kollegialen Austausch und Vernetzung in psychologischen und therapeutischen Feldern öffnen. Unser Ziel ist es, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam herauszufinden, welche Bedarfe bestehen und wie wir uns gegenseitig unterstützen können. Als Beratungsstelle wollen wir einen Zusammenschluss aufbauen, um tragfähige Kooperationen, regelmäßigen kollegialen Austausch sowie eigene Entlastung zu ermöglichen.
Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Projekts SUPPORT statt. Das Projekt wird vom Bundesministerium des Inneren aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Lesung aus „Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober“
Am 27. August um 19 Uhr liest OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky aus ihrem Buch “Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober” im Metropolenhaus am Jüdischen Museum Berlin.
In dem literarischen Essay über die jüdische Erfahrung von Gewalt, Verfolgung und Erinnerung beschreibt Chernivsky, warum der 7. Oktober 2023 einen Bruch darstellt, der durch soziale Kälte und Antisemitismus noch weiter vertieft wird. Sie reflektiert über Zeiten, die nicht vergehen und Orte, die nachleben. „Bruchzeiten“ verwebt autobiographische Erzählungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen. Das Buch ist ein eindringliches Porträt über eine Welt, die in Fragmente zerfallen ist und nur aus ihren Bruchstellen heraus verstanden werden kann.
Die Lesung wird veranstaltet von der Eberhard-Ossig-Stiftung.
Der Eintritt ist frei oder gegen eine Spende möglich.
Eine Anmeldung ist via Mail möglich: info@eberhard-ossig-stiftung.de
Fortbildung “Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln. Ein Methodenkoffer für die politische Erwachsenenbildung”
Am 28. August findet von 10:00 – 14:30 Uhr in Leipzig die Fortbildung “Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln. Ein Methodenkoffer für die politische Erwachsenenbildung” statt. OFEK ist an der Veranstaltung beteiligt: Geschäftsführerin Marina Chernivsky hält einen Keynote-Vortrag zur Fortbildung.
Zwischen 2022 und 2025 entstanden am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow drei vom BMFTR geförderte „Themenhefte für den Unterricht“, mit denen sich Aspekte jüdischer Alltagskultur vermitteln lassen. Ausgangspunkt des Vorhabens war die Beobachtung, dass die öffentliche Wahrnehmung jüdischen Lebens in Deutschland dieses für gewöhnlich auf Antisemitismus und Holocaust reduziert, während über die Vielfalt jüdischer Geschichte und Gegenwart nur wenig bekannt ist. Zunächst primär für den Einsatz im Schulunterricht konzipiert, wurden die preisgekrönten Hefte gemeinsam mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. auch in methodenbasierte Module für die politische Erwachsenenbildung überführt. Der Halbtagesworkshop dient der Vorstellung des dazugehörigen Methodenkoffers und soll dazu befähigen, ihn in eigenem Rahmen zu unterrichten. Zugleich soll diskutiert werden, welche Potentiale sich mit der Vermittlung jüdischer Alltagskultur verbinden.
Eine Anmeldung ist via bildung@ariowitschhaus.de möglich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt.
Die Fortbildung ist kostenfrei und kann mit einer Teilnahmebestätigung abgeschlossen werden.
Veranstaltet wird die Fortbildung von der Universität Leipzig und dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow.
Fachtag Open Arts Hub in Berlin
Antisemitismus und damit einhergehende Konflikte fordern den Kulturbetrieb heraus. Boykottaufrufe, antisemitisches Mobbing, gezielte Störungen und die Reproduktion antisemitischer Inhalte bringen Kunst- und Kulturinstitutionen häufig an ihre Grenzen.
Der 2. Fachtag des Open Arts Hub (OAH) schafft auch in diesem Jahr Raum für Vernetzung, Austausch und Stärkung von Handlungsstrategien im Umgang mit Antisemitismus in Kunst und Kultur.
In Panels, Vorträgen, Workshops und Gesprächen soll Expertise geteilt und Wissen darüber ausgetauscht werden, wie antisemitismusbezogenen Vorfällen wirksam und nachhaltig begegnet werden kann. Außerdem steht im Fokus, welche Bedingungen es braucht, um antisemitismuskritisches Arbeiten in Kunst und Kultur zu gewährleisten und strukturell zu verankern.
Der Fachtag am 2. September 2026 in Berlin richtet sich an Künstler:innen, freie Gruppen und an alle Mitarbeitende von kulturellen und künstlerischen Institutionen.
Eine Anmeldung ist hier möglich.
Der Open Arts Hub Berlin (OAH) ist ein Projekt zum Umgang mit Antisemitismus im Berliner Kulturbetrieb. Er bündelt die Expertisen, Angebote und Unterstützungsstrukturen von: OFEK e.V., der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung, dem Institut für Neue Soziale Plastik e.V., RIAS Berlin und MBR – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin.
Der Open Arts Hub Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

