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OFEK auf dem Podium beim Fachtag der ju:an-Praxisstelle
Am 1. September findet in Berlin der Fachtag »Antisemitismus und Rassismus im Kontext von Polarisierung und Emotionalisierung« der ju:an-Praxisstelle der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin statt. OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky wird dabei an einem Podium teilnehmen.
Im Zentrum des Fachtags steht die Frage, wie gesellschaftliche Debatten zu Antisemitismus und Rassismus zunehmend emotionalisiert und polarisiert werden und welche Auswirkungen dies auf Bildungsarbeit, Forschung, Aktivismus, institutionelle Praxis sowie individuelle Erfahrungen hat. Gemeinsam mit den Podiumsgästen möchten wir unterschiedliche Perspektiven ins Gespräch bringen.
Hierzu kommen bei diesem Fachtag Menschen aus Wissenschaft, politischer Bildung, Forschung, Aktivismus und zivilgesellschaftlicher Praxis miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinäres Panel mit:
Dr. Sina Arnold (Zentrum für Antisemitismusforschung, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt), Dr. Patrice Poutrus (Program Director Arbeit gegen Rassismus und GMF, Amadeu Antonio Stiftung), Rafid Kabir (Politischer Bildner und Content Creator) und Marina Chernivsky (OFEK und KOAS). Moderiert wird das Panel von Dr. Ulrike Becker (Amadeu Antonio Stiftung)
Die ju:an-Praxisstelle: antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit ist ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung und arbeitet mit Fachkräften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu den Themen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.
Eine Anmeldung ist über den Link hier möglich.
Fachtag Open Arts Hub in Berlin
Antisemitismus und damit einhergehende Konflikte fordern den Kulturbetrieb heraus. Boykottaufrufe, antisemitisches Mobbing, gezielte Störungen und die Reproduktion antisemitischer Inhalte bringen Kunst- und Kulturinstitutionen häufig an ihre Grenzen.
Der 2. Fachtag des Open Arts Hub (OAH) schafft auch in diesem Jahr Raum für Vernetzung, Austausch und Stärkung von Handlungsstrategien im Umgang mit Antisemitismus in Kunst und Kultur.
In Panels, Vorträgen, Workshops und Gesprächen soll Expertise geteilt und Wissen darüber ausgetauscht werden, wie antisemitismusbezogenen Vorfällen wirksam und nachhaltig begegnet werden kann. Außerdem steht im Fokus, welche Bedingungen es braucht, um antisemitismuskritisches Arbeiten in Kunst und Kultur zu gewährleisten und strukturell zu verankern.
Der Fachtag am 2. September 2026 in Berlin richtet sich an Künstler:innen, freie Gruppen und an alle Mitarbeitende von kulturellen und künstlerischen Institutionen.
Eine Anmeldung ist hier möglich.
Der Open Arts Hub Berlin (OAH) ist ein Projekt zum Umgang mit Antisemitismus im Berliner Kulturbetrieb. Er bündelt die Expertisen, Angebote und Unterstützungsstrukturen von: OFEK e.V., der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung, dem Institut für Neue Soziale Plastik e.V., RIAS Berlin und MBR – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin.
Der Open Arts Hub Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
OFEK Workshop »Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Fallberatung in institutionellen Kontexten«
Am 9. September findet in Essen die Fachtagung “Historische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz –Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus an Gedenkstätten und Erinnerungsorten“ statt, bei der um 15:15 Uhr ein Workshop von OFEK NRW zum Thema “Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Fallberatung in institutionellen Kontexten” angeboten wird.
In weiteren Vorträgen, Workshops und Projektvorstellungen werden antisemitismuskritische Perspektiven sowie aktuelle Entwicklungen antisemitischer Vorfälle und Gewalt an Gedenkstätten und Erinnerungsorten thematisiert. Fokussiert wird unter anderem die Arbeit von NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen sowie im ländlichen Raum und die jeweiligen spezifischen Herausforderungen, die sich dort im Umgang mit antisemitischen Vorfällen ergeben. Im Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft werden unterschiedliche Ansätze der Analyse, Prävention und Reaktion vorgestellt und gemeinsam weitergedacht.
Diese Tagung des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus wird vom Anne Frank Zentrum und dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) durchgeführt in Kooperation mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V.. Die Tagung findet mit Unterstützung der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur statt.
Der Kooperationsverbund gegen Antisemitismus (KOVA) ist ein Zusammenschluss aus sechs bundesweit tätigen jüdischen und nicht-jüdischen Organisationen im Themenfeld der antisemitismuskritischen Bildung, Forschung und Erfassung von antisemitischen Vorfällen. Er besteht aus dem Anne Frank Zentrum, der Bildungsstätte Anne Frank, dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS), dem Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS), der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) und dem Zentralrat der Juden in Deutschland.
Eine Anmeldung zur Tagung ist bis zum 10. August unter dem Link hier möglich.
OFEK Input beim Gespräch: »Triggerpunkt Antisemitismus – Neue Konflikte um ein bekanntes Phänomen«
Am 10. September findet von 19 – 21 Uhr in Frankfurt am Main die Veranstaltung “Triggerpunkt Antisemitismus Neue Konflikte um ein bekanntes Phänomen” statt. Irina Ginsburg von OFEK e.V. wird neben den beiden anderen Redner:innen Historikerin Maria Coors und Soziologe Dr. habil. Klaus Holz referieren.
Bei der Veranstaltung soll Antisemitismus in seinem neuen Kontext besprochen werden. Es wird diskutiert, wie Konflikte ausgehandelt und wie Meinungsverschiedenheiten in einer komplexen und emotional angespannten Welt zur Sprache gebracht werden können, ohne selbst in Vereinfachungen und Emotionalisierung zu verfallen.
Die Veranstaltung ist der Auftakt zum Bildungsprogramm „ContraCode“, in dem die Evangelische Akademie Frankfurt ab dem Frühjahr 2027 Ehrenamtliche zu Botschafterinnen und Botschaftern gegen Antisemitismus ausbildet. Zielgruppe von „ContraCode“ sind Berufstätige, Menschen im Ruhestand, Nichterwerbstätige und Ehrenamtliche – kurz: alle, die sich mit Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart kritisch auseinandersetzen wollen. Das Projekt wird vom Land Hessen im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – Aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
Eine Anmeldung ist über den Link hier möglich.
Vortrag von Marina Chernivsky bei der Fachtagung »Handlungssicherheit stärken – Antisemitismus wirksam begegnen«
Am 14. September 2026 ist OFEK in Dresden an der Fachtagung „Handlungssicherheit stärken – Antisemitismus wirksam begegnen“ beteiligt: OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky bietet einen Fachvortrag. Die Fachtagung wird von der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und dem Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden mit Unterstützung des Sächsischen Ministerium für Kultus veranstaltet und findet im Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde zu Dresden von 14 bis 17 Uhr statt. Auch online kann sie verfolgt werden.
Antisemitische Vorfälle gehören zunehmend zum Schulalltag. Sie reichen von offenen Anfeindungen über israelbezogenen und verschwörungsideologischen Antisemitismus bis hin zu subtilen Formen der Ausgrenzung. Viele Situationen bewegen sich unterhalb der Strafbarkeitsgrenze – und verlangen dennoch ein klares, pädagogisch fundiertes Handeln.
Wie können Schulen Betroffene wirksam schützen? Wie gelingt es, antisemitischen Äußerungen professionell zu begegnen und zugleich ein demokratisches, respektvolles Schulklima zu stärken? Diesen Fragen widmet sich diese Fachtagung, die sich an Lehrkräfte aller Schularten, Schulleitungen, Schulsozialarbeiter:innen sowie weitere pädagogische Fachkräfte in Sachsen.
Weitere Programmpunkte umfassen einen Vortrag der Ombudsperson der Sächsischen Staatsregierung gegen Diskriminierung an Schulen Natalija Bock, ein Podiumsgespräch zwischen Dr. Raja-Léon Lange vom Fachnetzwerk gegen Antisemitismus Sachsen (Ariowitsch-Haus Leipzig), Dr. Ulrike Weißbach vom Landesamt für Schule und Bildung und Pirnaer Schulleiter Kristian Raum sowie ein Grußwort des Staatsministers für Kultus Conrad Clemens.
Im Anschluss an die Fachtagung sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich eingeladen zum Synagogenfest anlässlich des Wiedereinzugs der Jüdischen Gemeinde zu Dresden in Synagoge und Gemeindezentrum am Hasenberg sowie zum Empfang anlässlich „100 Jahre Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden“.
Anmeldung unter sekretariat@jg-dresden.org unter Angabe, ob die Teilnahme in Präsenz oder per Videolink erwünscht ist.
Podiumsdiskussion: »Tacheles reden: Antisemitismus unter uns«
Am 15. September ist OFEK e.V. im Stuttgarter Theodor-Heuss-Haus vor Ort und beteiligt sich an einer Podiumsdiskussion: Unter dem Titel „Tacheles reden: Antisemitismus unter uns“ diskutiert OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky ab 18 Uhr mit Präsident der DIG Volker Beck und Mark Rubinstein (Jüdische Studierendenunion Württemberg). Moderation: Isabel Fezer (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart).
Eine Anmeldung ist für jede:n einzelne:n Besucher:in (auch Begleitpersonen) erforderlich. Der Einlass am Veranstaltungsabend ist nur nach Vorlage eines Lichtbildausweises möglich.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Theodor-Heuss-Haus, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart.
OFEK auf dem Podium: »Der jüdische Widerstand gegen den Holocaust«
Am 16. September ist OFEK an dem jährlichen »Forum 20. Juli 1944« beteiligt: Nach dem Vortrag »Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust« von Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt nimmt OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky am Podium zu den »Lehren aus dem jüdischen Widerstand für die Gegenwart« teil. Die Veranstaltung mit anschließendem Empfang beginnt um 18:30 Uhr und findet in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin statt.
Das » Forum 20. Juli 1944« ist eine Veranstaltungsreihe der Stiftung 20. Juli 1944 in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, die sich mit Vermächtnis und Zukunftsauftrag der namensgebenden Widerstandsgruppe sowie anderen Widerstandskämpfer:innen im NS-Deutschland auseinandersetzt. In diesem Jahr steht der jüdische Widerstand gegen den Holocaust im Mittelpunkt. Zugleich soll in der Veranstaltung der Blick auf den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland gerichtet werden. Die Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, welche Lehren aus dem jüdischen Widerstand für die Gegenwart gezogen werden können und welche Impulse er für den Einsatz gegen Antisemitismus heute bereithält. Moderiert von Dr. Michael Borchard diskutieren Prof. Lehnstaedt, Marina Chernivsky und JSUD – Jüdische Studierendenunion Deutschland -Präsident Ron Dekel. Angefragt ist zudem Philipp Peyman Engel, Chefredakteur der Jüdische Allgemeine.
Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung und zum Anmeldeverfahren sind unter dem Link in den Kommentaren zu finden.
OFEK Workshop »Zwischen Wirkung und Widerstand. Möglichkeiten und Grenzen einer antisemitismuskritischen Vermittlungsarbeit«
Am 28. und 29. September ist OFEK Baden-Württemberg vor Ort bei der 17. Blickwinkel-Tagung der Bildungsstätte Anne Frank in Stuttgart und leistet eines der Vertiefungsangebote: Am Montag, 28. September, leiten zwei OFEK-Kolleg:innen 16:30 bis 18:30 den Workshop »Zwischen Wirkung und Widerstand. Möglichkeiten und Grenzen einer antisemitismuskritischen Vermittlungsarbeit.«
Antisemitische Ressentiments sind in der gesamten Gesellschaft tief verankert. Zugleich herrscht dominanzgesellschaftlich ein historisierender, tabuisierender und verrätselnder Blick auf Antisemitismus vor. Dem gegenüber steht die Erfahrung von Jüdinnen:Juden. Für viele ist Antisemitismus alltagsprägend. In der (Vermittlungs)Arbeit von OFEK ist es Ziel, dominantgesellschaftliche Perspektiven zu dekonstruieren sowie Annäherung an Kontinuitäten, Brüche und die Vielgestaltigkeit von Antisemitismus in der postnationalsozialistischen und postmigrantischen deutschen Gegenwartsgesellschaft aufzuzeigen. Möglichkeiten und Grenzen dieser Lernräume werden in diesem Workshop zusammen beleuchtet.
Die Blickwinkel-Reihe beleuchtet seit 2011 aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente. Dazu ermöglichen die Veranstalter:innen einen verstetigten Austausch und Vernetzung für Wissenschaft und pädagogische Praxis.
Dieses Jahr findet die Blickwinkel-Tagung unter dem Titel »Gesprächswürdig. Räumen und Grenzen des Dialogs« statt. Während die Forderung „mit allen“ ins Gespräch zu gehen, laut bleibt, stehen Bildungs- und Austauschräume unter Druck: Sie werden angegriffen, delegitimiert oder für die Verbreitung menschenfeindlicher Ideologien instrumentalisiert. Rechtspopulistische Akteur:innen nutzen zudem öffentliche Dialogräume, um menschenfeindliche Ideologien zu verbreiten. Das wirft drängende Fragen auf: Mit wem reden wir – und wo liegen die roten Linien? Wie können wir Safer Spaces schaffen und bewahren? Und wie uns zugleich vor Filterblasen schützen, die unseren Blick auf die Realität verzerren?
Anmeldung: unter dem Link hier möglich.
Anmeldeschluss: 31. August 2026

