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OFEK auf dem Podium »Antisemitismus im Kindes- und frühen Jugendalter – Erfahrungen, Deutungen und Bedarfe«
Jüdische Kinder wachsen in einer Gesellschaft auf, in der Antisemitismus historisch wie gegenwärtig (strukturell) verankert ist. Mit Blick auf die geltenden Lehr- und Bildungspläne der Bundesländer zeigt sich eine anhaltende Tendenz, die systematische Auseinandersetzung mit Antisemitismus erst in höheren Klassenstufen vorzusehen. Für die Grundschule oder die unteren Jahrgänge finden sich hingegen eher nur indirekte oder allgemein gehaltene Bezüge.
Biografisch angelegte Studien zeigen, dass jüdische Kinder bereits im Kita- und Grundschulalter antisemitischen Wissensbeständen ausgesetzt sind. Aufgrund der wahrgenommenen Passivität und Unentschlossenheit des pädagogischen Umfelds werden Kinder, die von Antisemitismus betroffen sind, allein gelassen. Dies ist problematisch: Zum einen fehlt es an wirksamen Schutz- und Interventionsstrukturen für jüdische Kinder, die von Antisemitismus betroffen sind. Zum anderen wird die frühe Bildungsphase – ein Alter, das durch besondere Neugier, Offenheit und Reflexionsbereitschaft gekennzeichnet ist – nicht genutzt, um eine kritische Auseinandersetzung mit antisemitischen Wissensbeständen anzuregen. Es stellt sich die Frage, wie (politische) Bildung so gestaltet werden kann, dass antisemitische Alltagspraktiken weder verharmlost noch entpolitisiert werden – und zugleich die Perspektiven, Erfahrungen und Schutzbedarfe der unmittelbar betroffenen Kinder strukturell verankert werden.
Im Rahmen des Fachgesprächs werden zunächst die Zwischenbefunde der 2025 durchgeführten Studie vorgestellt und anschließend die Herausforderungen und Grundsätze einer antisemitismuskritischen politischen Bildung im Kindesalter mit Expert*innen aus dem Feld der diskutiert.
Dies ist eine Veranstaltung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und dem Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS).
Weiterführende Informationen finden Sie unter diesem Link hier.
OFEK Workshop »Antisemitismus im Alltag erkennen und handeln«
Am 11. Juni veranstaltet Lea Bildungsgesellschaft der GEW Hessen den Online-Workshop „Antisemitismus im Alltag erkennen und handeln“. Der von einer OFEK-Kollegin geleitete Workshop richtet sich an Fachkräfte aus Bildung und Pädagogik, die Antisemitismus präventiv begegnen und Betroffene unterstützen möchten.
Im Sinne der Demokratieförderung werden alltägliche Formen antisemitischer Diskriminierung sichtbar gemacht und Strategien für einen reflektierten, handlungssicheren Umgang entwickelt. Gemeinsam werden praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet, die sich in den Schul- und Bildungskontext übertragen lassen. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie Antisemitismus konzeptionell in Bildungsstrukturen mitgedacht und langfristig abgebaut werden kann.
Der Workshop bietet Raum für Erfahrungsaustausch, Perspektivwechsel und die Entwicklung nachhaltiger Präventionsmaßnahmen.
Über diesen Link können Sie sich anmelden.
Support für jüdische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
Safer Space 2026 : מועדים חדשים למפגשי במחצית הראשונה של עבור פסיכולוגים.ות ואנשי/ות טיפול יהודים/יות
תאריכים:
16.06., 16:00-18:00 (עברית)
הרשמה:
ההרשמה מתבצעת ישירות דרך OFEK e.V. בכתובת:
מקום:
אירוע מקוון – קישור יישלח לאחר ההרשמה
ה־7 באוקטובר 2023 והשלכותיו ממשיכים להוות עומס משמעותי על הקהילה היהודית בגרמניה. פסיכולוגים.ות ואנשי.ות טיפול בעלי.ות ביוגרפיה יהודית נמצאים.ות במצב של תפקיד כפול: מצד אחד הם.ן חלק ממערך הטיפול באנשים המתמודדים עם מצוקה נפשית, ומצד שני הם.ן עצמם.ן חברים.ות בקהילה המושפעת מהאירועים והשלכותיהם.
באמצעות מפגשי Safer Spaces אנו מבקשים לפתוח מרחב לשיח עמיתים ולנטוורקינג בתחומים הפסיכולוגיים והטיפוליים. מטרתנו היא להיכנס לשיח משותף ולבחון יחד אילו צרכים קיימים וכיצד נוכל לתמוך זה בזה. כמרכז ייעוץ אנו שואפים לייצר חיבורים שיאפשרו שיתופי-פעולה, שיח עמיתים וגם עיבוד רגשי
סדרת המפגשים מתקיימת במסגרת פרויקט SUPPORT. הפרויקט הוקם באוקטובר 2024 בכנס מקצועי, והוא ממומן על ידי המשרד הפדרלי לענייני פנים של גרמניה, בהתאם להחלטת הבונדסטאג הגרמני.
OFEK Input bei dem Fachtag und Vernetzungstreffen“Gemeinsam gegen Judenhass auf dem Campus!”
Vom 18. bis 19. Juni findet in Fürth das bundesweite Vernetzungstreffen und Fachtag “Gemeinsam gegen Judenhass auf dem Campus!” statt, eine Veranstaltung der Amadeu Antonio Stiftung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. OFEK e.V. ist vor Ort – Kolleg:innen aus dem Team geben einen Impuls zur Lage an den Hochschulen und stellen die Arbeit der Beratungsstelle vor.
Seit dem 7. Oktober haben sich Hochschulen als Hotspots antisemitischer Mobilisierung etabliert. Jüdische Studierende berichten immer wieder, wie sicherheitsgefährdend und dramatisch die Situation ist. Bei dem bundesweiten Vernetzungstreffen werden Betroffene und Engagierte zusammen und in Austausch kommen: Wie sieht die Lage an den Hochschulen wirklich aus – und was können wir konkret dagegen tun? Neben spannenden Diskussionen und inhaltlichen Impulsen bleibt dabei jede Menge Raum, um neue Kontakte zu knüpfen, Netzwerke zu stärken und voneinander zu lernen.
Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier. Die Anmeldefrist ist der 5. Juni.
Online-Fortbildung „Schutz- und Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen“
Am 22. Juni findet von 12:30 – 15:00 Uhr die Online-Fortbildung „Schutz- und Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen“ statt.
Wie lassen sich Veranstaltungen wirksam vor antisemitischen und diskriminierenden Übergriffen schützen? Der Workshop vermittelt praxisnahe Sicherheitsstrategien – von der Vorbereitung bis zur Nachsorge – und zeigt, wie passgenaue Schutzkonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Zielgruppe sind Partnerschaften für Demokratie (PfDs), Landes-Demokratiezentren, Innovationsprojekte (Demokratie leben!) und Kooperationsverbünde (Demokratie leben!).
Diese Veranstaltung ist Teil der digitale Fortbildungsreihe „Sicher handeln in unsicheren Zeiten“ des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus (KOVA) und wird von den Organisationen KOAS und OFEK e.V. durchgeführt.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Keshet-Pride Shabbat 2026
Keshet-Pride Shabbat 2026
OFEK ist wieder Kooperationspartner beim Pride Shabbat von Keshet Deutschland – Save the Date!
Datum: Freitag, 17.07.2026
Uhrzeit: Start: 19 Uhr
Ort: Berlin
Weitere Infos folgen.
Fachtag Open Arts Hub in Berlin
Antisemitismus und damit einhergehende Konflikte fordern den Kulturbetrieb heraus. Boykottaufrufe, antisemitisches Mobbing, gezielte Störungen und die Reproduktion antisemitischer Inhalte bringen Kunst- und Kulturinstitutionen häufig an ihre Grenzen.
Der 2. Fachtag des Open Arts Hub (OAH) schafft auch in diesem Jahr Raum für Vernetzung, Austausch und Stärkung von Handlungsstrategien im Umgang mit Antisemitismus in Kunst und Kultur.
In Panels, Vorträgen, Workshops und Gesprächen soll Expertise geteilt und Wissen darüber ausgetauscht werden, wie antisemitismusbezogenen Vorfällen wirksam und nachhaltig begegnet werden kann. Außerdem steht im Fokus, welche Bedingungen es braucht, um antisemitismuskritisches Arbeiten in Kunst und Kultur zu gewährleisten und strukturell zu verankern.
Der Fachtag am 2. September 2026 in Berlin richtet sich an Künstler:innen, freie Gruppen und an alle Mitarbeitende von kulturellen und künstlerischen Institutionen.
Eine Anmeldung ist hier möglich.
Der Open Arts Hub Berlin (OAH) ist ein Projekt zum Umgang mit Antisemitismus im Berliner Kulturbetrieb. Er bündelt die Expertisen, Angebote und Unterstützungsstrukturen von: OFEK e.V., der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung, dem Institut für Neue Soziale Plastik e.V., RIAS Berlin und MBR – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin.
Der Open Arts Hub Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

