(veröffentlicht am 24.06.2026)
Am 28. Mai wurde der Jahresbericht der Antidiskriminierungsberatungsstellen Sachsen-Anhalt 2025 veröffentlicht, zu denen neben der Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt in Trägerschaft der Halleschen Jugendwerkstatt und den Antidiskriminierungsprojekten des Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e. V. (LAMSA) auch OFEK Sachsen-Anhalt gehört.
Die Beratungsstellen berichten darin, dass “eine zunehmende Normalisierung diskriminierender und menschenfeindlicher Aussagen im öffentlichen Raum deutlich wahrnehmbar” ist und sich immer öfter auch “im zwischenmenschlichen Umgang“ zeigt. Die Fallzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf 168 gestiegen.
Es zeigen auf wie “stark Diskriminierungserfahrungen das Leben von Betroffenen prägen – und wie zentral Antidiskriminierungsberatung als geschützter Raum für Einordnung, Orientierung und Stärkung ist.” Hinter all diesen Zahlen stehen Menschen mit individuellen Erfahrungen, meist stellvertretend für viele weitere Vorfälle und Erfahrungen von Menschen, die nie gemeldet werden. Denn gerade dort, wo Zugänge zu Beratung fehlen, die Sorgen vor möglichen Konsequenzen groß sind oder die Angebote nicht bekannt sind, bleiben Diskriminierungserfahrungen noch immer unsichtbar. Umso wichtiger ist es eine unabhängige Antidiskriminierung langfristig zu sichern.
Den Link zum Bericht finden Sie hier.

