unsere weiteren projekte
matan
MATAN, eine hebräischsprachige Hotline zum Zuhören und Unterstützen, gibt Anrufenden die Möglichkeit, sich auszutauschen und mit Menschen zu sprechen, die sie verstehen. Die Hotline bietet allen hebräischsprachigen Menschen in Deutschland jeden Abend zwischen 20:00 und 22:00 Uhr kostenlos ein offenes Ohr und anonyme Unterstützung in allen Lebensbereichen.
MATAN ist ein Projekt von OFEK e.V. und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST e.V.) in Kooperation mit “Zusammen.Berlin”, Israeli Community Europe und der Kirchlichen TelefonSeelsorge in Berlin und Brandenburg. MATAN wird gefördert durch die Deutsche Fernsehlotterie.
MATAN +49 (0) 800 000 16 42
WEB www.matanline.de
open arts hub berlin
Der Open Arts Hub Berlin ist die zentrale Anlaufstelle für den Umgang mit Antisemitismus im Berliner Kulturbetrieb. Mit dem Open Arts Hub schaffen das Institut für Neue Soziale Plastik und die Beratungsstelle OFEK e.V. eine Adresse für alle, die in Kunst und Kultur in Berlin mit Antisemitismus konfrontiert sind. Das bundesweit einmalige Projekt richtet sich an
- Berliner Künstler:innen, die Antisemitismus erfahren und Bedarf an Beratung, Stärkung und Vernetzung haben
- Kulturinstitutionen, die ihren Umgang mit Antisemitismus ausbauen und professionalisieren wollen und sich eine Begleitung bei der Produktion und Entwicklung von Schutzkonzepten, Notfallplänen oder Schulungsmaßnahmen wünschen
MAIL kontakt[at]openartshub.org
WEB www.openartshub.org
Der Open Arts Hub Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin.

kooperationsverbund opfer- und betroffenenberatung
Der Kooperationsverbund Opfer- und Betroffenenberatung (KOBB) ist eine neue Kooperation zwischen dem Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.) und OFEK e.V. KOBB widmet sich dem Ausbau intersektional-übergreifender wie phänomenspezifischer Beratungsangebote und -ansätze sowie einer bundeszentralen Infrastruktur für regionale und überregionale Angebote auf diesem Gebiet. KOBB unterstützt sie mit der Weiterentwicklung der Qualifizierung und Qualitätssicherung. Darüber hinaus finden im Rahmen von KOBB eine Weiterentwicklung der Dokumentation der Beratungsfälle, eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedarfe der Ratsuchenden im Kontext von gewaltförmigen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus, Sozialdarwinismus, LGBTIQA+-Feindlichkeit und eine Weiterbildung des zu diesen Feldern arbeitenden Fachpublikums sowie staatlicher Institutionen.

Der Kooperationsverbund Opfer- und Betroffenenberatung (KOBB) wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

support
Das Projekt »SUPPORT – Ausbau und Qualitätssicherung der Beratung nach 7. Oktober 2023« startete im Sommer 2024 als Reaktion auf die Entwicklungen seit dem Oktober 2023 und deren Auswirkungen auf die jüdische und israelische Community in Deutschland. Im Rahmen des Projekts verfolgt OFEK die Qualitätssicherung traumasensibler und psychologischer Beratung bei antisemitischen Vorfällen und damit verbundenen Belastungen, die Vernetzung jüdischer Psycholog:innen
und Berater:innen sowie die Förderung der Antisemitismuskritik in der therapeutischen Versorgung.
Ziele:
- Analyse von Bedarfen und Herausforderungen in der therapeutischen Versorgung sowie in der psychologischer und psychotherapeutischer Unterstützung;
- Ausbau der traumasensiblen und psychologischen Beratung bei antisemitischen Vorfällen und den damit verbundenen Belastungen;
- Vernetzung von jüdischen Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Berater:innen;
- Fortbildung psychologischer und psychotherapeutischer Fachkräfte sowie Ausbildungsinstitute zu diesen Themen.
Im Rahmen des Projekts findet ein jährlicher Fachtag zum Themenkomplex antisemitismuskritische Psychotherapie und psychosoziale Beratung statt, ebenso wie Veranstaltungen zur Vernetzung jüdischer Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen. Der erste Fachtag des Projekts »7. Oktober – Psychologische Folgen für jüdische und israelische Communities« fand am 10. Oktober 2024 in Berlin statt. Am 22. Oktober 2025 folgte der zweite Fachtag unter dem Titel »Antisemitismus in Psychotherapie und Beratung – historische Auslassungen und ihre Gegenwartsfolge«. Die Videomitschnitte der Veranstaltungen werden auf der Website von OFEK e.V. veröffentlicht.
MAIL support[at]ofek-beratung.de

kolot – קולות – stimmen
Der 7. Oktober 2023 markiert eine tiefe Bruchstelle für die jüdische Gemeinschaft.
2024 gründete Marina Chernivsky das Projekt KOLOT, mit dem Ziel, ein zeitgeschichtliches Archiv zu entwickeln. In narrativen Videointerviews reflektiert das Projekt die Folgen des terroristischen Angriffs und beleuchtet die Gleichzeitigkeit und Nachwirkungen von Gewalt in jüdischen Biografien.
Das mit dem ELNET Award 2025 ausgezeichnete Projekt KOLOT zählt zu den ersten in Deutschland und Europa, die sich in dokumentarischer und künstlerischer Form mit dem 7. Oktober 2023 und seinen Auswirkungen auf die jüdische Gemeinschaft auseinandersetzen.
Die im Rahmen des Projekts entstandenen Videos bilden ein Mosaik persönlicher Erzählungen – individuelle Stimmen, die zugleich kollektive Zeugnisse jüdischen Lebens in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023 abbilden.
KOLOT ist aus dem Anspruch der Zeugenschaft heraus entstanden und aus dem Bewusstsein einer Verantwortung: jüdische Stimmen hör- und sichtbar zu machen und sie zu bewahren. Indem den Erfahrungen sprachlich und medial Ausdruck verliehen wird, entsteht ein Akt der Selbstermächtigung.
Eröffnet wurde das Projekt im Oktober 2024 mit einer Auftaktveranstaltung im Jüdischen Museum Berlin. Im August 2025 werden die ersten Interviews erstmals in voller Länge veröffentlicht. Im November 2025 verlieh ELNET den Preis in der Kategorie Kultur an KOLOT.
Die Videointerviews von KOLOT gehen in die Sammlung des Jüdischen Museums Berlin ein. Das Projekt knüpft damit an die Tradition der oral history an, um jüdisches Erinnern als Zeugenschaft und als aktive Praxis festzuhalten.
Geplant sind 20 Videointerviews. Die Fortsetzung des Projekts ist angestrebt.
WEB www.kolot-stimmen.de
YOUTUBE KOLOT.stimmen
INSTAGRAM kolot.stimmen

edu – antisemitismuskritische bildungsformate aus der betroffenenperspektive
Das Projekt EDU – antisemitismuskritische Bildungsformate au der Betroffenenperspektive richtet sich primär an pädagogische FachkräftDas Projekt EDU in Trägerschaft von OFEK e.V. wurde 2025 gegründet und richtet sich mit antisemitismuskritischen Bildungs- und Beratungsformaten gezielt an Schulen in Hessen. Das Projekt orientiert sich an den fachspezifischen Qualitätsmerkmalen antisemitismuskritischer Bildung, wie sie maßgeblich vom Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) entwickelt und implementiert werden. Ziel des Projekts ist es, Fachkräfte an Schulen zu stärken und antisemitismuskritische Konzepte institutionell zu verankern. Ausgangspunkt bildet dabei die Betroffenenperspektive, insbesondere auf der Grundlage der Beratungsfälle von OFEK e.V., ergänzt durch empirische Erkenntnisse aus der Antisemitismusforschung.
Das Angebot richtet sich primär an pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeitende, Lehramtsstudierende, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sowie Lehrkräfte. Ziel ist es, diese Zielgruppen für strukturellen Antisemitismus zu sensibilisieren und sie bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien für den Umgang mit Antisemitismus im Bildungskontext zu unterstützen.
Im Zentrum des Projekts steht die Sensibilisierung für gegenwärtige Dimensionen von Antisemitismus – einschließlich digitaler und struktureller Dimensionen, Aufbau und Förderung der Interventionsfähigkeit im Umgang mit antisemitischen Vorfällen in Bildungsinstitutionen. Das Projekt verfolgt drei übergeordnete Zielsetzungen: die Sensibilisierung für Antisemitismus aus der Betroffenenperspektive, die Entwicklung und Implementierung von Leitlinien für den Umgang mit antisemitischen Vorfällen in Bildungskontexten sowie die Implementierung antisemitismuskritischer Qualitätsmerkmale durch entsprechende Bildungs- und Beratungsformate. Hierzu zählt die Entwicklung einheitlicher Regelwerke für den Umgang mit Antisemitismus im Bildungsbereich, einschließlich digitaler Gewalt. Hierfür sollen Schutzkonzepte und Kommunikationsketten entwickelt werden, die klare Zuständigkeiten definieren, den Schutz Betroffener priorisieren und einen verbindlichen Umgang mit antisemitischen Situationen sicherstellen.
MAIL theiss[at]ofek-beratung.de
Das Projekt wird ermöglicht durch die Förderung durch das Landesprogramm »Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus«.


