Rückblick: Vortrag von OFEK »Beyond Incident: Antisemitism in German Higher Education after 7.October 2023«
(veröffentlicht am 18.09.2026)
Vom 25.–28. August 2026 fand in Warschau die 17. Konferenz der European Sociological Association statt, mit dem Research Network 31 „Ethnic Relations, Racism and Antisemitism“, das allein 17 Sessions und 63 Beiträge zu Antisemitismus und Rassismus versammelte. OFEK-Kollegin Sophie Brüss war Teil der Session „Antisemitism in Academia and Higher Education“ und hat dort zur Situation an deutschen Hochschulen berichtet.
Ihr Vortrag „Beyond Incidents: Antisemitism in German Higher Education after 7 October 2023“ basiert auf vier qualitativen Interviews mit jüdischen Studierenden sowie Praxiserfahrung aus der Beratungsarbeit an Hochschulen und zeigt: Hochschulen erfassen Antisemitismus meist als einzelne Vorfälle. Für die Betroffenen ist er jedoch kein Einzelfall, sondern ein Dauerzustand, der jeden Raum und jede Situation prägt. Diese Lücke zwischen institutioneller Erfassung und gelebter Erfahrung ist strukturell in den Rahmenbedingungen der Hochschulen selbst angelegt.
Genau hier liegt die Expertise von OFEK: Als Deutschlands erste spezialisierte Beratungsstelle für Antisemitismus beraten wir nicht nur Betroffene, sondern auch Institutionen – unabhängig und mit Erfahrung aus genau diesem Hochschulkontext.
Herzlichen Dank an das Dr. Kim Robin Stoller von IIBSA (International Institute for Education and Research on Antisemitism) und an Dr. Elke Rajal von der Universität Passau, die als Koordinatorinnen des Research Network 31 diese wichtige Plattform ermöglicht haben. Danke auch an Professor David Hirsh (Goldsmiths, University of London), der als Session Chair durch das Panel geführt hat.

