stellenausschreibung

(veröffentlicht am 24.02.2026)

Stelle: zwei Projektmitarbeiter:innen für das Projekt RIAS Sachsen (w/m/d)
Referenznummer: 2026_02
Umfang: jeweils 30 Wochenstunden
Einsatzort: Leipzig

Die Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V. sucht unter der Voraussetzung der Bewilligung von Fördermitteln ab sofort zwei Projektmitarbeiter:innen für die Meldestelle RIAS Sachsen.

Die Stellen umfassen jeweils 30 Wochenstunden. Die Vergütung richtet sich nach TV-L. Die Stellen sind zunächst bis zum 31.12.2026 befristet, es besteht jedoch die Option auf Verlängerung.

Aufgabenprofil

  • Annahme und Verifikation der Meldungen von antisemitischen Vorfällen in Sachsen
  • Dokumentation und Auswertung der antisemitischen Vorfälle in Sachsen,
  • einschließlich antisemitischer Nachrichten und Kommentare auf Social-Media-Plattformen
  • Verweisberatung von Meldenden
  • Monitoring von antisemitischen Erscheinungsformen auf öffentlichen
  • Veranstaltungen, Kundgebungen, Demonstrationen in Sachsen
  • Netzwerkarbeit mit jüdischen Gemeinden, jüdischen Einrichtungen, mit
  • Organisationen und Akteur:innen der Zivilgesellschaft, der Landes- und
  • Kommunalpolitik sowie der Strafverfolgungsbehörden in Sachsen
  • Konzeption und Durchführung von Vorträgen und Gesprächen mit jüdischen und
  • nicht-jüdischen Organisationen
  • Verfassen von und redaktionelle Verantwortung für Fachbeitrage
  • Unterstützung der projektbezogenen Öffentlichkeitsarbeit
  • Unterstützung beim internen und externen Berichtswesen

Anforderungen

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium, im Falle eines Fachhochschulstudiums oder Bachelorabschlusses zusätzlich einschlägiges Aufbaustudium oder gleichwertige Kenntnisse und Fähigkeiten vor dem Hintergrund einschlägiger Berufserfahrung im Tätigkeitsfeld
  • Fundierte Kenntnisse antisemitischer Ideologeme, aktueller Ausdrucksweisen und Debatten
  • Erfahrungen im Umgang mit Betroffenen von Antisemitismus, Rassismus oder Rechtsextremismus
  • Kenntnisse der sächsischen Initiativlandschaft und Trägerstrukturen, insbesondere jüdischer Organisationen
  • Erfahrungen und Kompetenzen in der Projektentwicklung bzw. im Projektmanagement
  • Kenntnisse im Bereich der Öffentlichkeits- und Medienarbeit, insbesondere im Bereich von Online-Auftritten
  • Kommunikative Kompetenzen, Teamfähigkeit, Flexibilität in Arbeitszeitgestaltung sowie hohe Belastbarkeit

Wünschenswert

  • Sprach- und Schreibfähigkeit in Russisch und Englisch

Sind Sie interessiert?

Wir bieten Ihnen ein verantwortungsvolles und vielseitiges Aufgabengebiet in einem aufgeschlossenen und diversen Team an mehreren Standorten in Deutschland. Wir freuen wir uns über Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen. Wir berücksichtigen bei der Stellenvergabe sämtliche Diversity-Kriterien. Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung bis zum 31.03.2026 per Mail an bewerbungen@ofek-beratung.de.

Über das Projekt:

Die Meldestelle Antisemitismus RIAS Sachsen in Trägerschaft von OFEK e.V. dokumentiert landesweit antisemitische Vorfälle mit und ohne Straftatbestand. Sie arbeitet in enger Kooperation mit jüdischen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Beratungsnetzwerken vor Ort. Sie nimmt die Meldungen auf, verweist auf weiterführende Beratungsangebote und informiert über aktuelle Entwicklungen. RIAS Sachsen arbeitet parteiisch und vertraulich im Sinne der Meldenden.

RIAS Sachsen ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (Bundesverband RIAS e.V.) und arbeitet auf Basis der vom Bundesverband RIAS e.V. entwickelten einheitlichen Anforderungen und Qualitätsstandards. Die gemeldeten Vorfälle aus Sachsen werden über die Plattform des Bundesverbands RIAS e.V. erfasst.

Über den Träger: 

OFEK wurde 2017 in Berlin gegründet und ist die erste Fachberatungsstelle in Deutschland, die auf professionelle, antisemitismuskritische und communityorientierte Betroffenenberatung bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung spezialisiert ist. OFEK e.V. bietet mehrsprachige (Deutsch, Englisch, Hebräisch, Russisch, Ukrainisch) psychosoziale, psychologische sowie rechtliche Beratung an. Darüber hinaus berät OFEK e.V. Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, staatliche Institutionen sowie fachliche und politische Gremien und wirkt auch auf gesetzgebender Ebene an der Weiterentwicklung von Strategien zum Umgang mit Antisemitismus mit. Weiterhin sieht sich OFEK als fachpolitische Vertretung und setzt sich für die Rechte der Betroffenen ein.

Über die bundesweite, täglich geschaltete Hotline sowie per E-Mail ist OFEK überregional erreichbar. Der Verein ist aktuell in Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen mit eigenen Beratungsstellen vertreten. Darüber hinaus ist OFEK e.V. Trägerverein zweier RIAS-Meldestellen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Seit 2022 betreibt OFEK e.V. mit MATAN zudem eine telefonische Seelsorge auf Hebräisch.