Stellungnahme zum Anschlag auf den Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg Andreas Büttner

(Stand 7. Januar 2026)

OFEK e.V. erklärt sich solidarisch mit dem Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg Andreas Büttner, auf dessen Grundstück am vergangenen Wochenende ein Brandanschlag verübt wurde, und verurteilt den Anschlag aufs Schärfste. Wir hoffen auf eine möglichst umfassende Aufklärung dieser Terrortat.

Büttner gab an, zum Anschlagszeitpunkt im Haus gewesen zu sein. Presseberichten zufolge wurde an die Haustür ein terrorverherrlichendes „rotes Dreieck“ angebracht und der Schuppen auf dem Grundstück angezündet. Es ist nicht der erste Angriff auf Büttner, dessen Auto im Sommer 2024 mit Hakenkreuzen beschmiert wurde, und auch nicht der erste physische Angriff auf einen Antisemitismusbeauftragten: Im Juni 2025 wurde der damalige Hamburger Beauftragte Stefan Hensel im Straßenverkehr angegriffen, indem ein Mann in einem Lieferwagen versuchte, sein Auto von der Straße abzudrängen. Zuvor hatte er Hensel antisemitisch beschimpft.

Die Gewalt und Gefährdung des Lebens öffentlicher Personen, die sich mit oder ohne Amt gegen Antisemitismus engagieren, ist vor dem Hintergrund der massiven verbalen und diskursiven Delegitimierung von Antisemitismuskritik und -bekämpfung zu betrachten. Gezielt würden auch die Unterstützungsstrukturen für Betroffene von Antisemitismus angegriffen; dabei handele es sich nicht um eine Nebenwirkung, sondern um einen integralen Bestandteil der Strategie zur politischen und sozialen Isolation jüdischer Communities.

Der gewaltsame Angriff auf den Antisemitismusbeauftragten Büttner zeigt, dass Gewaltschutz und Unterstützungsstrukturen auszubauen sind, Bildungs- und Interventionsarbeit gegen Antisemitismus gesellschaftlich anzuerkennen und zu unterstützen ist und Justiz und Polizei wirksamen Schutz sowie Rechtsschutz gewährleisten müssen.