Stellungnahme zum Vorfall auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv

(veröffentlicht am 02.10.2026)

Der Angriff im Cockpit eines Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv am 30. September, bei dem der Co-Pilot den Kapitän angegriffen und nach bisherigen Erkenntnissen versucht haben soll, die Kontrolle über die Maschine zu erlangen und sie zum Absturz zu bringen, hat auch in der jüdischen Community in Deutschland zu Verunsicherung geführt. Dass die Maschine sicher landen konnte und eine Katastrophe verhindert wurde, ist dem Eingreifen des verletzten Piloten, weiterer Besatzungsmitglieder und mehrerer Flugreisender zu verdanken.

Eine abschließende Einordnung des Vorfalls steht noch aus. Die zuständigen Behörden untersuchen derzeit insbesondere die Hintergründe und ein mögliches terroristisches Motiv. Die Maschine war auf dem Weg nach Tel Aviv; an Bord befanden sich überwiegend israelische Passagier:innen.

Solche Ereignisse wirken weit über die unmittelbar Betroffenen hinaus. Sie können eine Botschaft der Bedrohung vermitteln: Ihr seid nirgends sicher – nicht im Alltag, nicht beim Reisen, nicht auf dem Weg zu euren Familien. Wenige Tage vor dem dritten Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober 2023 wiegt diese Erfahrung besonders schwer. Für Jüdinnen:Juden, die seit dem 7. Oktober vielfach mit antisemitischen Anfeindungen konfrontiert sind, kann ein solcher Vorfall bestehende Gefühle von Bedrohung und Schutzlosigkeit erneut verstärken.

Unsere Gedanken sind bei den Passagier:innen und der Besatzung, insbesondere beim verletzten Piloten, und bei allen, die sich durch diesen Vorfall erneut bedroht und verunsichert fühlen.

OFEK steht als bundesweite Beratungsstelle auch in diesen Tagen mit Beratung und Unterstützung zur Seite.