Braver Spaces für jüdische Studierende
Der 7. Oktober markiert für jüdische Menschen einen klaren Einschnitt. Seit über einem Jahr führen konstant anhaltende antisemitische Vorfälle in allen Lebensbereichen zu Unsicherheit, Einsamkeit/Vereinzelung und Vertrauensverlust. Orte und Räume, die es vorher waren, sind nicht mehr selbstverständlich oder sicher. Freund:innenschaften verändern sich und Solidaritäten werden an Bedingungen geknüpft, die andere bestimmen.
Durch den gesellschaftlichen Druck und polarisierenden Diskurs beobachten wir dazu vermehrt Zerwürfnisse und Konflikte in manchen jüdischen Communities. Zugleich gibt es kaum Räume, um die dabei aufkommenden Fragen nach Identität und Zugehörigkeit, Verantwortung und Betroffenheit machtkritisch und achtsam zu besprechen.
Mit dem Braver Space bietet die Beratungsstelle OFEK e.V. einen Rahmen für jüdische Menschen, der Dissens und Ambivalenzen zulässt. Einen Lern- und Übungsraum zum Weiterdenken, mutig und vulnerabel sein. Nicht trotz sondern wegen der schwierigen Themen, die die jüdischen Communities in Deutschland derzeit an ihre Grenzen bringen, wollen wir gemeinsam ein Gespräch zu beginnen, Handlungsoptionen ausloten und füreinander da sein.
Der Braver Space wird von zwei Beraterinnen aus dem OFEK Team moderiert. Der Raum ist offen für jüdische Studierende, um explizit dem Kontext Hochschule und Universitäten und den damit verbundenen Unsicherheiten einen Raum zu geben. Bei Bedarf wird das Angebot gegebenenfalls wiederholt oder erweitert.
Wann? Mittwoch, 19.02.2025, um 11:00-13:00 Uhr
Wo? Der Safer Space findet digital statt. Den Zugangslink erhaltet ihr nach Anmeldung bis zum 17.02. unter: saferspaces@ofek-beratung.de

