KOLOT Screening und Gespräch im Rahmen der Jüdischen Filmtage Frankfurt
Am 29. Oktober um 19 Uhr findet im Zuge der Jüdischen Filmtage in Frankfurt eine Vorstellung ausgewählter KOLOT-Videos im Jüdischen Museum Frankfurt statt. Im Anschluss folgt ein Gespräch über das Zeitzeugenarchiv jüdischer Gegenwart mit Marina Chernivsky und Sara Soussan, Kuratorin für jüdische Gegenwartskulturen.
Marina Chernivsky hat das Projekt KOLOT mit dem Ziel entwickelt, ein zeitgeschichtliches Archiv zu schaffen. In narrativen Videointerviews reflektiert das Projekt die Folgen des terroristischen Angriffs und beleuchtet die Gleichzeitigkeit und Nachwirkungen von Gewalt in jüdischen Biografien. KOLOT zählt zu den ersten Projekten in Deutschland und Europa, die sich in dokumentarischer und künstlerischer Form mit dem 7. Oktober 2023 und seinen Auswirkungen auf die jüdische Gemeinschaft auseinandersetzen.
Die im Rahmen des Projekts entstandenen Videos bilden ein Mosaik persönlicher Erzählungen – individuelle Stimmen, die zugleich kollektive Zeugnisse jüdischen Lebens in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023 abbilden. KOLOT ist aus dem Anspruch der Zeugenschaft heraus entstanden und aus dem Bewusstsein einer Verantwortung: jüdische Stimmen hör- und sichtbar zu machen und sie zu bewahren. Indem den Erfahrungen sprachlich und medial Ausdruck verliehen wird, entsteht ein Akt der Selbstermächtigung.
Eintrittskarten für die Veranstaltung (zwischen 5 und 10 €) können über den Link hier erworben werden.

