Vergangene Termine
Fortbildung “Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln. Ein Methodenkoffer für die politische Erwachsenenbildung”
Am 28. August findet von 10:00 – 14:30 Uhr in Leipzig die Fortbildung “Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln. Ein Methodenkoffer für die politische Erwachsenenbildung” statt. OFEK ist an der Veranstaltung beteiligt: Geschäftsführerin Marina Chernivsky hält einen Keynote-Vortrag zur Fortbildung.
Zwischen 2022 und 2025 entstanden am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow drei vom BMFTR geförderte „Themenhefte für den Unterricht“, mit denen sich Aspekte jüdischer Alltagskultur vermitteln lassen. Ausgangspunkt des Vorhabens war die Beobachtung, dass die öffentliche Wahrnehmung jüdischen Lebens in Deutschland dieses für gewöhnlich auf Antisemitismus und Holocaust reduziert, während über die Vielfalt jüdischer Geschichte und Gegenwart nur wenig bekannt ist. Zunächst primär für den Einsatz im Schulunterricht konzipiert, wurden die preisgekrönten Hefte gemeinsam mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. auch in methodenbasierte Module für die politische Erwachsenenbildung überführt. Der Halbtagesworkshop dient der Vorstellung des dazugehörigen Methodenkoffers und soll dazu befähigen, ihn in eigenem Rahmen zu unterrichten. Zugleich soll diskutiert werden, welche Potentiale sich mit der Vermittlung jüdischer Alltagskultur verbinden.
Eine Anmeldung ist via bildung@ariowitschhaus.de möglich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt.
Die Fortbildung ist kostenfrei und kann mit einer Teilnahmebestätigung abgeschlossen werden.
Veranstaltet wird die Fortbildung von der Universität Leipzig und dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow.
Lesung aus „Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober“
Am 27. August um 19 Uhr liest OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky aus ihrem Buch “Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober” im Metropolenhaus am Jüdischen Museum Berlin.
In dem literarischen Essay über die jüdische Erfahrung von Gewalt, Verfolgung und Erinnerung beschreibt Chernivsky, warum der 7. Oktober 2023 einen Bruch darstellt, der durch soziale Kälte und Antisemitismus noch weiter vertieft wird. Sie reflektiert über Zeiten, die nicht vergehen und Orte, die nachleben. „Bruchzeiten“ verwebt autobiographische Erzählungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen. Das Buch ist ein eindringliches Porträt über eine Welt, die in Fragmente zerfallen ist und nur aus ihren Bruchstellen heraus verstanden werden kann.
Die Lesung wird veranstaltet von der Eberhard-Ossig-Stiftung.
Der Eintritt ist frei oder gegen eine Spende möglich.
Eine Anmeldung ist via Mail möglich: info@eberhard-ossig-stiftung.de
Safer Space für jüdische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
Neue Termine für Safer Spaces für jüdische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
Mi, 26.08.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Mi, 30.09.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Do, 26.11.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Die Anmeldung erfolgt direkt über OFEK e.V. unter support@ofek-beratung.de
Der Link wird nach der Anmeldung versendet
Der 7. Oktober 2023 und seine Folgen stellen für die jüdische Community in Deutschland weiterhin eine erhebliche Belastung dar. Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen mit jüdischen Biografien befinden sich dabei in einer Doppelrolle: Einerseits sind sie Teil der Versorgungslandschaft für Menschen mit psychischen Belastungen, andererseits selbst Mitglieder der betroffenen Community.
Mit den Safer Spaces wollen wir einen Raum für kollegialen Austausch und Vernetzung in psychologischen und therapeutischen Feldern öffnen. Unser Ziel ist es, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam herauszufinden, welche Bedarfe bestehen und wie wir uns gegenseitig unterstützen können. Als Beratungsstelle wollen wir einen Zusammenschluss aufbauen, um tragfähige Kooperationen, regelmäßigen kollegialen Austausch sowie eigene Entlastung zu ermöglichen.
Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Projekts SUPPORT statt. Das Projekt wird vom Bundesministerium des Inneren aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Vortrag „Umgang mit Antisemitismus in institutionellen Kontexten der Bildung, Sozialer Arbeit und Beratung“
Am 24. August trägt OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky zum „Umgang mit Antisemitismus in institutionellen Kontexten der Bildung, Sozialer Arbeit und Beratung“ vor. Der Vortrag findet von 14-16 Uhr online im Rahmen der Einführung in den Schwerpunkt Soziale Arbeit an der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) Niedersachsen statt.
Chernivsky führt in den Stand der Debatte zu Antisemitismus in Bildung und Gesellschaft. Die Reflexion über gegenwärtigen Antisemitismus außerhalb des historischen Lernens hat eine vergleichsweise junge Geschichte. Erst mit der Entwicklung der Antisemitismusprävention am Anfang 2000er, folgenden Diskussionen und der Thematisierung des Antisemitismus aus jüdischen Perspektiven entwickelten sich insbesondere im letzten Jahrzehnt antisemitismuskritische und intersektionale Analysen. Diese rücken die Selbstreflexion und die Auswirkungen antisemitischer Strukturen stärker in das Bewusstsein der Fachöffentlichkeit. Die gesellschaftspolitischen Entwicklungen, die aufgeladenen und politisierten Diskussionen um Antisemitismus in der postnationalsozialistischen oder postkolonialen Gesellschaft nach dem 7. Oktober 2023 verdeutlichen zudem den Bedarf an und Herausforderungen von antisemitismuskritischen und intersektionalen Bündnissen sowie solidarischen Netzwerken. Chernivsky gibt Einblicke in Heraus- und Anforderungen antisemitismuskritischer Professionalisierung, vor allem auch in praktischer Ausführung, der Profession Bildung und Beratung, im Besonderen in der Sozialen Arbeit.
Die Zielgruppe sind Sozialarbeitende, Hauptberufliche Mitarbeitende und Projektmitarbeitende der AEWB, Lehrende und Kursleitende.
Eine Anmeldung ist über hier möglich.
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Rückblick: Workshop für Mitarbeitende am Museum in Sachsen-Anhalt »Umgang mit Antisemitismus in Museen«
In diesem Monat führte OFEK Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Kompetenzzentrum Antisemitismuskritische Bildung und Forschung einen Workshop zum Thema „Umgang mit Antisemitismus im Museum“ für Mitarbeitende an Museen in Sachsen-Anhalt durch, so u.a. das Berend Lehmann Museum und das Museum Synagoge Gröbzig. Ziel war, die Pädagog:innen für den Umgang mit Menschen, die antisemitische Gewalt oder Diskriminierung erfahren haben, zu sensibilisieren.
Während des Workshops wurden Traditionslinien des Antisemitismus, dessen Ausdrucksformen und Funktionen vermittelt und selbstreflexiv im Kontext der pädagogischen Tätigkeit in Museen gesetzt. Danach wurden jüdische Perspektiven vertiefend betrachtet, um für Betroffenheiten zu sensibilisieren. Im Rahmen einer Gruppenarbeit haben die Teilnehmenden verschiedene Situationsbeispiele zu möglichen problematischen Vorfällen besprochen und pädagogische Handlungsoptionen ausgelotet.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für den guten Austausch und die spannenden Einblicke in die Praxis im Museum!
Digitaler Safer Space für jüdische Studierende nach dem Anschlag auf den CSD
Der Anschlag auf den Berliner CSD ist Anlass für diesen Safer Space. Für jüdische Studierende findet dieser Safer Space vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen statt, in denen Antisemitismus und Queerfeindlichkeit zunehmend gemeinsam auftreten und sich gegenseitig verstärken. Viele erleben Wut, Trauer, Verunsicherung oder Ohnmacht. Manche ziehen sich zurück oder fragen sich, wie sie ihr Studium und ihren Alltag weiterhin gestalten können.
OFEK e.V. und JSUD lädt jüdische Studierende zu einem moderierten digitalen Austauschraum ein. Der Safer Space bietet Raum für Austausch, zum Atmen, Fühlen und Denken. Gemeinsam möchten wir erkunden, was in der aktuellen Situation hilfreich sein kann, Handlungsoptionen ausloten und die Erfahrung ermöglichen, mit den eigenen Gedanken und Gefühlen nicht allein zu sein.
Der Austauschraum findet digital und in deutscher Lautsprache statt und wird von einer Person aus dem psychologischen Team von OFEK e.V. moderiert.
Termin:
Dienstag, 11.8., um 17 Uhr
Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt direkt über OFEK e.V. unter empowerment[at]ofek-beratung.de.
Keshet-Pride Shabbat 2026 in Berlin
Am 17. Juli ist OFEK beim Pride Shabbat von Keshet Deutschland dabei und begleitet mit einem Awareness-Team den Abend. Der queer-jüdische Shabbat-G’ttesdienst beginnt um 19 Uhr in der Neuen Synagoge in Berlin. Anschließend wird es ein Kiddusch-Dinner (vegetarisch/vegan) geben.
Der Veranstaltungsort ist barrierearm und verfügt über eine barrierefreie Toilette, eine Gebärdendolmetscherin wird vor Ort sein und ein Awareness-Team von OFEK begleitet den Abend.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Buchlesung und Gespräch mit Marina Chernivsky »Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober«
Am 14. Juli findet eine Buchlesung und Gespräch mit OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky in Konstanz statt. Bei der Veranstaltung wird zudem das neue Projekt „Komm mit. Konstanz macht Mut für mehr miteinander“ vorgestellt.
In ihrem literarischen Essay “Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober” beschreibt Marina Chernivsky, warum der 7. Oktober 2023 einen Bruch darstellt, der durch soziale Kälte und Antisemitismus noch weiter vertieft wird. Im Gespräch stellt sie ihr Buch vor und geht dabei insbesondere auf die Frage ein, was es bedeutet, wenn Hetze, Häme und Opfer-Täter-Umkehr unwidersprochen bleiben. „Bruchzeiten“ verwebt autobiographische Erzählungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen.
„Komm mit“ ist ein neues gemeinsames Projekt zivilgeselschaftlicher Akteur:innen in Konstanz mit der Jüdischen Gemeinde Konstanz e.V.
Die Veranstaltung findet von 18 – 19:30 Uhr (mit anschließendem Empfang) im Zunftssaal des Rosgartenmuseums statt. Der Eintritt ist frei.

