Vergangene Termine
OFEK Workshop »Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Fallberatung in institutionellen Kontexten«
Am 9. September findet in Essen die Fachtagung “Historische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz –Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus an Gedenkstätten und Erinnerungsorten“ statt, bei der um 15:15 Uhr ein Workshop von OFEK NRW zum Thema “Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Fallberatung in institutionellen Kontexten” angeboten wird.
In weiteren Vorträgen, Workshops und Projektvorstellungen werden antisemitismuskritische Perspektiven sowie aktuelle Entwicklungen antisemitischer Vorfälle und Gewalt an Gedenkstätten und Erinnerungsorten thematisiert. Fokussiert wird unter anderem die Arbeit von NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen sowie im ländlichen Raum und die jeweiligen spezifischen Herausforderungen, die sich dort im Umgang mit antisemitischen Vorfällen ergeben. Im Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft werden unterschiedliche Ansätze der Analyse, Prävention und Reaktion vorgestellt und gemeinsam weitergedacht.
Diese Tagung des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus wird vom Anne Frank Zentrum und dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) durchgeführt in Kooperation mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V.. Die Tagung findet mit Unterstützung der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur statt.
Der Kooperationsverbund gegen Antisemitismus (KOVA) ist ein Zusammenschluss aus sechs bundesweit tätigen jüdischen und nicht-jüdischen Organisationen im Themenfeld der antisemitismuskritischen Bildung, Forschung und Erfassung von antisemitischen Vorfällen. Er besteht aus dem Anne Frank Zentrum, der Bildungsstätte Anne Frank, dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS), dem Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS), der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) und dem Zentralrat der Juden in Deutschland.
Eine Anmeldung zur Tagung ist bis zum 10. August unter dem Link hier möglich.
Fachtag Open Arts Hub in Berlin
Antisemitismus und damit einhergehende Konflikte fordern den Kulturbetrieb heraus. Boykottaufrufe, antisemitisches Mobbing, gezielte Störungen und die Reproduktion antisemitischer Inhalte bringen Kunst- und Kulturinstitutionen häufig an ihre Grenzen.
Der 2. Fachtag des Open Arts Hub (OAH) schafft auch in diesem Jahr Raum für Vernetzung, Austausch und Stärkung von Handlungsstrategien im Umgang mit Antisemitismus in Kunst und Kultur.
In Panels, Vorträgen, Workshops und Gesprächen soll Expertise geteilt und Wissen darüber ausgetauscht werden, wie antisemitismusbezogenen Vorfällen wirksam und nachhaltig begegnet werden kann. Außerdem steht im Fokus, welche Bedingungen es braucht, um antisemitismuskritisches Arbeiten in Kunst und Kultur zu gewährleisten und strukturell zu verankern.
Der Fachtag am 2. September 2026 in Berlin richtet sich an Künstler:innen, freie Gruppen und an alle Mitarbeitende von kulturellen und künstlerischen Institutionen.
Eine Anmeldung ist hier möglich.
Der Open Arts Hub Berlin (OAH) ist ein Projekt zum Umgang mit Antisemitismus im Berliner Kulturbetrieb. Er bündelt die Expertisen, Angebote und Unterstützungsstrukturen von: OFEK e.V., der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung, dem Institut für Neue Soziale Plastik e.V., RIAS Berlin und MBR – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin.
Der Open Arts Hub Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
OFEK auf dem Podium beim Fachtag der ju:an-Praxisstelle
Am 1. September findet in Berlin der Fachtag »Antisemitismus und Rassismus im Kontext von Polarisierung und Emotionalisierung« der ju:an-Praxisstelle der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin statt. OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky wird dabei an einem Podium teilnehmen.
Im Zentrum des Fachtags steht die Frage, wie gesellschaftliche Debatten zu Antisemitismus und Rassismus zunehmend emotionalisiert und polarisiert werden und welche Auswirkungen dies auf Bildungsarbeit, Forschung, Aktivismus, institutionelle Praxis sowie individuelle Erfahrungen hat. Gemeinsam mit den Podiumsgästen möchten wir unterschiedliche Perspektiven ins Gespräch bringen.
Hierzu kommen bei diesem Fachtag Menschen aus Wissenschaft, politischer Bildung, Forschung, Aktivismus und zivilgesellschaftlicher Praxis miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinäres Panel mit:
Dr. Sina Arnold (Zentrum für Antisemitismusforschung, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt), Dr. Patrice Poutrus (Program Director Arbeit gegen Rassismus und GMF, Amadeu Antonio Stiftung), Rafid Kabir (Politischer Bildner und Content Creator) und Marina Chernivsky (OFEK und KOAS). Moderiert wird das Panel von Dr. Ulrike Becker (Amadeu Antonio Stiftung)
Die ju:an-Praxisstelle: antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit ist ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung und arbeitet mit Fachkräften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu den Themen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.
Eine Anmeldung ist über den Link hier möglich.
Fortbildung “Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln. Ein Methodenkoffer für die politische Erwachsenenbildung”
Am 28. August findet von 10:00 – 14:30 Uhr in Leipzig die Fortbildung “Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln. Ein Methodenkoffer für die politische Erwachsenenbildung” statt. OFEK ist an der Veranstaltung beteiligt: Geschäftsführerin Marina Chernivsky hält einen Keynote-Vortrag zur Fortbildung.
Zwischen 2022 und 2025 entstanden am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow drei vom BMFTR geförderte „Themenhefte für den Unterricht“, mit denen sich Aspekte jüdischer Alltagskultur vermitteln lassen. Ausgangspunkt des Vorhabens war die Beobachtung, dass die öffentliche Wahrnehmung jüdischen Lebens in Deutschland dieses für gewöhnlich auf Antisemitismus und Holocaust reduziert, während über die Vielfalt jüdischer Geschichte und Gegenwart nur wenig bekannt ist. Zunächst primär für den Einsatz im Schulunterricht konzipiert, wurden die preisgekrönten Hefte gemeinsam mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. auch in methodenbasierte Module für die politische Erwachsenenbildung überführt. Der Halbtagesworkshop dient der Vorstellung des dazugehörigen Methodenkoffers und soll dazu befähigen, ihn in eigenem Rahmen zu unterrichten. Zugleich soll diskutiert werden, welche Potentiale sich mit der Vermittlung jüdischer Alltagskultur verbinden.
Eine Anmeldung ist via bildung@ariowitschhaus.de möglich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt.
Die Fortbildung ist kostenfrei und kann mit einer Teilnahmebestätigung abgeschlossen werden.
Veranstaltet wird die Fortbildung von der Universität Leipzig und dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow.
Lesung aus „Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober“
Am 27. August um 19 Uhr liest OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky aus ihrem Buch “Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober” im Metropolenhaus am Jüdischen Museum Berlin.
In dem literarischen Essay über die jüdische Erfahrung von Gewalt, Verfolgung und Erinnerung beschreibt Chernivsky, warum der 7. Oktober 2023 einen Bruch darstellt, der durch soziale Kälte und Antisemitismus noch weiter vertieft wird. Sie reflektiert über Zeiten, die nicht vergehen und Orte, die nachleben. „Bruchzeiten“ verwebt autobiographische Erzählungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen. Das Buch ist ein eindringliches Porträt über eine Welt, die in Fragmente zerfallen ist und nur aus ihren Bruchstellen heraus verstanden werden kann.
Die Lesung wird veranstaltet von der Eberhard-Ossig-Stiftung.
Der Eintritt ist frei oder gegen eine Spende möglich.
Eine Anmeldung ist via Mail möglich: info@eberhard-ossig-stiftung.de
Safer Space für jüdische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
Neue Termine für Safer Spaces für jüdische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
Mi, 26.08.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Mi, 30.09.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Do, 26.11.2026, 18 Uhr – 20 Uhr, digital und auf deutsch
Die Anmeldung erfolgt direkt über OFEK e.V. unter support@ofek-beratung.de
Der Link wird nach der Anmeldung versendet
Der 7. Oktober 2023 und seine Folgen stellen für die jüdische Community in Deutschland weiterhin eine erhebliche Belastung dar. Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen mit jüdischen Biografien befinden sich dabei in einer Doppelrolle: Einerseits sind sie Teil der Versorgungslandschaft für Menschen mit psychischen Belastungen, andererseits selbst Mitglieder der betroffenen Community.
Mit den Safer Spaces wollen wir einen Raum für kollegialen Austausch und Vernetzung in psychologischen und therapeutischen Feldern öffnen. Unser Ziel ist es, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam herauszufinden, welche Bedarfe bestehen und wie wir uns gegenseitig unterstützen können. Als Beratungsstelle wollen wir einen Zusammenschluss aufbauen, um tragfähige Kooperationen, regelmäßigen kollegialen Austausch sowie eigene Entlastung zu ermöglichen.
Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Projekts SUPPORT statt. Das Projekt wird vom Bundesministerium des Inneren aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Vortrag „Umgang mit Antisemitismus in institutionellen Kontexten der Bildung, Sozialer Arbeit und Beratung“
Am 24. August trägt OFEK-Geschäftsführerin Marina Chernivsky zum „Umgang mit Antisemitismus in institutionellen Kontexten der Bildung, Sozialer Arbeit und Beratung“ vor. Der Vortrag findet von 14-16 Uhr online im Rahmen der Einführung in den Schwerpunkt Soziale Arbeit an der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) Niedersachsen statt.
Chernivsky führt in den Stand der Debatte zu Antisemitismus in Bildung und Gesellschaft. Die Reflexion über gegenwärtigen Antisemitismus außerhalb des historischen Lernens hat eine vergleichsweise junge Geschichte. Erst mit der Entwicklung der Antisemitismusprävention am Anfang 2000er, folgenden Diskussionen und der Thematisierung des Antisemitismus aus jüdischen Perspektiven entwickelten sich insbesondere im letzten Jahrzehnt antisemitismuskritische und intersektionale Analysen. Diese rücken die Selbstreflexion und die Auswirkungen antisemitischer Strukturen stärker in das Bewusstsein der Fachöffentlichkeit. Die gesellschaftspolitischen Entwicklungen, die aufgeladenen und politisierten Diskussionen um Antisemitismus in der postnationalsozialistischen oder postkolonialen Gesellschaft nach dem 7. Oktober 2023 verdeutlichen zudem den Bedarf an und Herausforderungen von antisemitismuskritischen und intersektionalen Bündnissen sowie solidarischen Netzwerken. Chernivsky gibt Einblicke in Heraus- und Anforderungen antisemitismuskritischer Professionalisierung, vor allem auch in praktischer Ausführung, der Profession Bildung und Beratung, im Besonderen in der Sozialen Arbeit.
Die Zielgruppe sind Sozialarbeitende, Hauptberufliche Mitarbeitende und Projektmitarbeitende der AEWB, Lehrende und Kursleitende.
Eine Anmeldung ist über hier möglich.
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Rückblick: Workshop für Mitarbeitende am Museum in Sachsen-Anhalt »Umgang mit Antisemitismus in Museen«
In diesem Monat führte OFEK Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Kompetenzzentrum Antisemitismuskritische Bildung und Forschung einen Workshop zum Thema „Umgang mit Antisemitismus im Museum“ für Mitarbeitende an Museen in Sachsen-Anhalt durch, so u.a. das Berend Lehmann Museum und das Museum Synagoge Gröbzig. Ziel war, die Pädagog:innen für den Umgang mit Menschen, die antisemitische Gewalt oder Diskriminierung erfahren haben, zu sensibilisieren.
Während des Workshops wurden Traditionslinien des Antisemitismus, dessen Ausdrucksformen und Funktionen vermittelt und selbstreflexiv im Kontext der pädagogischen Tätigkeit in Museen gesetzt. Danach wurden jüdische Perspektiven vertiefend betrachtet, um für Betroffenheiten zu sensibilisieren. Im Rahmen einer Gruppenarbeit haben die Teilnehmenden verschiedene Situationsbeispiele zu möglichen problematischen Vorfällen besprochen und pädagogische Handlungsoptionen ausgelotet.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für den guten Austausch und die spannenden Einblicke in die Praxis im Museum!

