Vergangene Termine
OFEK auf dem Podium „Antisemitismus: eine Frage der rechtlichen Definition?“
Am kommenden Montag, 10.03.2025, ist OFEK e.V. vor Ort bei der Veranstaltung „Antisemitismus: eine Frage der rechtlichen Definition?“ des Gießener Graduiertenzentrums Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaft und des Forschungsnetzwerks Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FoNA21). Die Veranstaltung findet von 16:00 bis 19:15 Uhr an der @jlu.giessen statt. Nach einem Vortrag von Dr. habil. Klaus Holz (Evangelische Akademien in Deutschland e.V.) ist OFEK e.V.-Geschäftsführerin @marinachernivsky ab 17:45 Uhr auf dem Podium bei der Diskussion zum Thema der Veranstaltung. Außer Chernivsky und Holz diskutieren die Antisemitismusbeauftragte der Staatsanwaltschaft Düsseldorf Ricarda Battenstein und Prof. Dr. Lothar Zechlin von der @uni_duisburg_essen. Dr. Nina Keller-Kemmerer (JLU Gießen) moderiert.
Eine Diskussion über eine angemessene Definition von Antisemitismus und deren rechtlichen Status findet nicht erst seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 statt. Dabei stehen auch Wechselwirkungen mit anderen Rechtsnormen und Fragen der Definitionsmacht im Fokus.
Wann? Montag, 10.03.2025, 16 – 19:15 Uhr
Wo: JLU Gießen, Ludwigstraße 23, Raum 315
Anmeldung: per E-Mail an nina.keller-kemmerer@recht.uni-giessen.de
Eine Online-Teilnahme ist möglich – Link wird nach Anmeldung verschickt.
Safer Space
Der 7. Oktober 2023 und seine Auswirkungen auf jüdische Menschen in Deutschland stellen weiterhin eine schmerzhafte Belastung für viele dar. Durch die Bundestagswahl und die jüngsten gewaltvollen Übergriffe verschärft sich die Situation weiter und das Leben vieler ist von Ungewissheit, Sorgen und Zukunftsängsten geprägt.
Antisemitismus wirkt auf jüdische Menschen in vielerlei Form, zugleich gibt es kaum Räume, in denen sie über ihre Erfahrungen sprechen können, ohne dass diese abgesprochen oder relativiert werden.
Gemeinsam möchten wir einen moderierten Austauschraum für jüdische Menschen / Menschen mit jüdischer Familiengeschichte schaffen, in dem wir Raum zum Atmen, Fühlen und Denken haben. Unser Ziel ist es, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam herauszufinden, was aktuell hilfreich ist, Handlungsoptionen auszuloten und für sich selbst und füreinander da zu sein.
Der Austauschraum findet digital und in deutscher Lautsprache statt und wird von zwei Beraterinnen aus dem OFEK Team moderiert.
OFEK e.V. ist die erste Fachberatungsstelle in Deutschland, die auf Antisemitismus und Community-basierte Betroffenenberatung spezialisiert ist. OFEK berät, begleitet und unterstützt Betroffene, ihre Angehörigen sowie Zeug:innen antisemitischer Vorfälle und Gewalttaten. OFEK steht parteiisch an der Seite der Ratsuchenden und bringt jüdische Perspektiven in die gesellschaftliche und politische Debatte ein. Die Beratung von OFEK orientiert sich an den fachspezifischen Qualitätsstandards professioneller Opferberatung und bezieht sich auf alle Fälle mit sowie ohne Straftatbestand.
Ort: digital – Link wird nach Anmeldung versendet
Datum: 04.03.2025, 18:00-19:30 Uhr
Anmeldung: Die erfolgt direkt über OFEK e.V. unter saferspaces@ofek-beratung.de. Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung bis 02.03.2025.
Workshop in Kooperation mit OFEK „Antisemitismus im Alltag: Erleben, Überleben, Weiterleben?“
Am kommenden Donnerstag findet an der @belapobi der Workshop „Antisemitismus im Alltag: Erleben, Überleben, Weiterleben?“ statt, den Lorie Quint und Christina Brüning in Zusammenarbeit mit OFEK Berlin durchführen. Der Workshop ist Teil der Reihe „‚Nothing about us without us?!‘ – Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus, Erinnerungskultur und jüdisches Leben in Deutschland.“
Oft wird das Lernen über jüdisches Leben Heute und Damals eher auf ein Sprechen ÜBER statt auf ein Sprechen MIT und SEITENS Jüdinnen und Juden begrenzt – als könne man ohne eine Innenperspektive auskommen. Jüdischen Wissenschaftler:innen wird aufgrund ihrer “Betroffenheit” nötige “Objektivität” abgesprochen, um sich auf wissenschaftlichem Niveau mit Antisemitismus oder auch Erinnerungskultur zu beschäftigen.
Diesem so erzeugten Hierachie- und Empathiegefälle etwas entgegenzusetzten, versucht die Workshopreihe der Landeszentrale, indem in einem interaktiven Setting authentische, erfahrungsbasierte Angebote für Perspektivkoordinationen gemacht werden, die bei den Teilnehmenden Aha-Momente und Irritationen auslösen sollen. Ziel ist ein vertieftes emotionales und empathisches Verstehen auch auf individuell-emotionaler Ebene. Zudem soll unter anderem Zeit für die Fragen sein, was es für jüdische Menschen konkret bedeutet, mit dem internalisierten und emotionsgeladenen sowie familiär übermittelten Wissen von Shoah und Antisemitismus tagtäglich zu leben, zu überleben und weiterleben zu müssen und wie man Antisemitismus pädagogisch in einer angemessenen Art begegnen kann, die die Innenperspektive und die spezifischen Erfahrungen der Betroffenen ernst nimmt.
In dem Workshop werden Situationen diskutiert, in Kleingruppen und Partner:innenarbeit eigene Fragen und Fallbeispiele entwickelt und gemeinsam mit den Referierenden besprochen. Zusätzlich wird es kurze Inputs geben – die eine Einladung zum Weiterlesen und -lernen sein werden.
Wann: Donnerstag, 20.02.2025, 15:30 – 18:30 Uhr
Wo: Berliner Landeszentrale für politische Bildung – Anmeldung nötig!
Braver Spaces für jüdische Studierende
Der 7. Oktober markiert für jüdische Menschen einen klaren Einschnitt. Seit über einem Jahr führen konstant anhaltende antisemitische Vorfälle in allen Lebensbereichen zu Unsicherheit, Einsamkeit/Vereinzelung und Vertrauensverlust. Orte und Räume, die es vorher waren, sind nicht mehr selbstverständlich oder sicher. Freund:innenschaften verändern sich und Solidaritäten werden an Bedingungen geknüpft, die andere bestimmen.
Durch den gesellschaftlichen Druck und polarisierenden Diskurs beobachten wir dazu vermehrt Zerwürfnisse und Konflikte in manchen jüdischen Communities. Zugleich gibt es kaum Räume, um die dabei aufkommenden Fragen nach Identität und Zugehörigkeit, Verantwortung und Betroffenheit machtkritisch und achtsam zu besprechen.
Mit dem Braver Space bietet die Beratungsstelle OFEK e.V. einen Rahmen für jüdische Menschen, der Dissens und Ambivalenzen zulässt. Einen Lern- und Übungsraum zum Weiterdenken, mutig und vulnerabel sein. Nicht trotz sondern wegen der schwierigen Themen, die die jüdischen Communities in Deutschland derzeit an ihre Grenzen bringen, wollen wir gemeinsam ein Gespräch zu beginnen, Handlungsoptionen ausloten und füreinander da sein.
Der Braver Space wird von zwei Beraterinnen aus dem OFEK Team moderiert. Der Raum ist offen für jüdische Studierende, um explizit dem Kontext Hochschule und Universitäten und den damit verbundenen Unsicherheiten einen Raum zu geben. Bei Bedarf wird das Angebot gegebenenfalls wiederholt oder erweitert.
Wann? Mittwoch, 19.02.2025, um 11:00-13:00 Uhr
Wo? Der Safer Space findet digital statt. Den Zugangslink erhaltet ihr nach Anmeldung bis zum 17.02. unter: saferspaces@ofek-beratung.de
Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus- Die Arbeit von OFEK und RIAS – Monitoring, Dokumentation, Beratung
OFEK e.V. ist die erste Fachberatungsstelle in Deutschland, die auf Antisemitismus und
Community-basierte Betroffenenberatung spezialisiert ist. OFEK berät, begleitet und
unterstützt Betroffene, ihre Angehörigen sowie Zeug:innen antisemitischer Vorfälle und
Gewalttaten – seit 2021 auch mit einem eigenen Standort in Sachsen-Anhalt. Wie sich konkret die Arbeit von OFEK in Sachsen-Anhalt gestaltet, wird Thema der Vorstellung sein. Zudem wird es Einblicke in die Beratung und Perspektiven Betroffener seit dem 7. Oktober geben.
Die Meldestelle für antisemitische Vorfälle RIAS Sachsen-Anhalt befindet sich seit 2022 in
Trägerschaft von OFEK e. V. Ziel von RIAS Sachsen-Anhalt ist es, antisemitische Vorfälle
oberhalb und unterhalb der Strafbarkeitsgrenze zu dokumentieren, Öffentlichkeit und Politik über das antisemitische Geschehen im Bundesland aufzuklären und Handlungsbedarfe aufzuzeigen. Dabei sollen jüdische Erfahrungen mit Antisemitismus und jüdische Perspektiven auf Antisemitismus sichtbar gemacht werden. Im Vortrag werden Entwicklungen und gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus anhand der Ergebnisse des Jahresberichts 2023 und in einem Rückblick auf das Jahr 2024 dargestellt.
29.01. 18 Uhr – OFEK und RIAS Sachsen-Anhalt
Thema: Die Arbeit von OFEK und RIAS – Monitoring, Dokumentation, Beratung
Ort: Hörsaal I, Adam-Kuckhoff-Straße 35, 06108 Halle (Saale)
Wir suchen: Projektverwaltung (m/w/d)
Die Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V. sucht ab sofort Unterstützung in der Projektverwaltung (Arbeitsort Berlin).
Die Stelle hat einen Umfang von mindestens 30 Wochenstunden (volle Arbeitszeit möglich). Sie wird in Anlehnung an TV-L 9 vergütet. Die Stelle ist zunächst bis zum 31.12.2025 befristet, es besteht jedoch die Option auf Verlängerung.
Nähere Informationen zur Stelle unter dem Link https://ofek-beratung.de/wp-content/uploads/2025/08/250807-Ausschreibung-Verwaltung.pdf
Bewerbungsfrist ist der 31. August 2025.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen!
Safer Spaces auf Anfrage
OFEK bietet supportive Gesprächsräume und Safer Spaces auf Anfrage an.
Der 7. Oktober 2023 und seine Auswirkungen auf jüdische Menschen in Deutschland stellen weiterhin eine schmerzhafte Belastung für viele dar. Durch die Bundestagswahl und die jüngsten gewaltvollen Übergriffe verschärft sich die Situation weiter und das Leben vieler ist von Ungewissheit, Sorgen und Zukunftsängsten geprägt. Antisemitismus wirkt auf jüdische Menschen in vielerlei Form, zugleich gibt es kaum Räume, in denen sie über ihre Erfahrungen sprechen können, ohne dass diese abgesprochen oder relativiert werden.
Gemeinsam möchten wir einen moderierten Gesprächsraum für jüdische Menschen sowie für Menschen mit jüdischer Familiengeschichte schaffen, in dem wir Raum zum Atmen, Fühlen und Denken haben. Unser Ziel ist es, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam herauszufinden, was aktuell hilfreich ist, Handlungsoptionen auszuloten und für sich selbst und füreinander da zu sein. OFEK bietet solche Gesprächsräume und Safer Spaces auf Anfrage an. Diese finden digital und in deutscher Lautsprache statt und werden von zwei Berater:innen aus dem OFEK-Team moderiert.
Kontakt: saferspaces@ofek-beratung.de
OFEK e.V. ist die erste Fachberatungsstelle in Deutschland, die auf Antisemitismus und Community-basierte Betroffenenberatung spezialisiert ist. OFEK arbeitet bundesweit und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: 1) fallbezogene Betroffenenberatung, 2) Stärkung und Empowerment der Community, 3) strukturbildende Fachberatung für Institutionen, 4) Advocacy und fachpolitische Interessensvertretung. Die Beratung von OFEK orientiert sich an den fachspezifischen Qualitätsstandards professioneller Opfer-, Antidiskriminierungs- und institutioneller Beratung. OFEK bietet eine bundesweite Hotline und regionale Unterstützung in Berlin, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt an.

